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Angebote häufig nur scheinbar gratis

Girokonto gratis, ein Slogan, den scheinbar fast jede Bank nutzt um Kunden zu gewinnen. Den die Werbezeile macht sich gut um Neukunden zu locken, die sich vielleicht wieder und wieder über den Abzug der Kontoführungsgebühren, neben teuren Soll- und niedrigen Habenzinsen geärgert haben. Da will man doch wenigstens die Kontogebühren sparen, wenn das nun doch jede beliebige andere Bank außer der eigenen so freimütig anbietet! Doch halten die Banken ihre Versprechen ein?

Nichts zu verschenken

Ob Großverdiener oder kleine Buerokauffrau, zu verschenken hat niemand etwas. Das monatliche Einkommen wird zusammen gehalten und wenn man mal ganz knapp bei Kasse ist, überlegt man sich sogar dreimal ob man sich ein Eis leistet oder nicht. Wenn dann am Monatsende der Preis für drei Luxuseisbecher in Form der Gebühren für die Kontoführung auf dem Kontoauszug prangen, dann ist es mit der guten Schottenlaune schnell vorbei. Also muss ein neues Konto her, ohne Gebühren und mit Gratis-Kreditkarte. Ob Filial- oder Direktbank spielt in Zeiten von Internetbanking sowieso keine Rolle mehr und die Geldautomatendichte wird bei zunehmend bargeldlosem Finanzverkehr auch immer unwichtiger. So die Argumentation.

Und der Haken ist

Wie bei so vielen Dingen im Geschäfts- und Privatleben lohnt es sich bei verlockenden und tollen Angeboten oder Gelegenheiten immer, das Kleingedruckte zu studieren. Denn nicht selten verbirgt sich dahinter ein so massiver Haken, dass die Attraktivität des Ganzen in sich zusammenfällt. Bei Girokonten, die scheinbar kostenlos sind, schlägt sich das in Form von hohen Gebühren für einzelne Transaktionen nieder, in Extrakosten wegen besonders hoher Überziehungszinsen oder in hohen Ausgaben für Fremdautomatennutzung. Viele Banken, die so großzügig ein Umsonst-Konto anbieten fordern auch wahlweise einen recht hohen monatlichen Geldeingang und schlagen, bei Unterschreitung dessen, mit besonders hohen Kontogebühren zu oder man muss eine gewisse Mindestsumme unangetastet lassen – Geld mit dem die Bank dann arbeiten kann und sich so für die scheinbar entgangenen Gebühren schadlos hält. Fazit ist auch hier: Selten wird einem etwas geschenkt, es gibt natürlich auch wirklich kostenlose Konten – die wachsende Konkurrenz der Banken zueinander macht es möglich. Ganz ohne Abstriche seitens des Kunden wird es aber nie gehen, entscheidend ist hier, wie bedeutsam das in der individuellen Situation des Einzelnen ist.

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