Samstagabends in der City, der Zug durch die Lokale hat eben erst begonnen, aber man hat vergessen sich mit genügend Bargeld auszustatten. Kein Problem, Banken gibt es an jeder Straßenecke. Jedoch nicht unbedingt die Hausbank und so muss der Kunde in den saueren Apfel beißen und Gebühren entrichten um am nächstbesten Automaten abzuheben. Es sei denn er ist bereit einige Meter zu laufen, um einen Automaten seiner Hausbank zu finden. Doch wie das immer so ist: Immer wenn man etwas dringend braucht, ist es nicht aufzufinden.
Bequemlichkeit kann teuer werden
Hat man sich der bequemeren Lösung hingegeben kann die böse Überraschung in Gestalt des nächsten Kontoauszugs folgen. Kryptische Angaben auf kleinen Schildchen neben den Automaten wie “ab einer Summe von X Euro, 15 Prozent, mindestens jedoch soundsoviel Euro” sind alles andere als eindeutig und schnell zu verstehen. Im Schnitt zahlt der deutsche Bankkunde um die fünf Euro bei einer Abhebung am Fremdautomaten, es können aber auch bis zu zehn Euro sein. Eine Einheitlichkeit der Gebühren besteht jedoch nicht und diese mangelnde Transparenz soll jetzt aufgehoben werden. Was kaum einer weiß: Die Banken zahlen auch untereinander Gebühren für die Bearbeitung der Fremdabhebungen. Und auch dort sind die Summen teils willkürlich und äußerst unterschiedlich. In einem Fall sind die Gebühren, die von Bank zu Bank entrichtet werden wesentlich höher als das, was der Kunde trägt, in einem anderen Fall können diese aber auch wesentlich niedriger sein. Mal zahlt die Hausbank drauf, mal verdient sie daran. Insbesondere die Sparkassen, die das beste Netz von Geldautomaten bereitstellen klagen nun eine einheitliche Regelung ein.
Gebühreneinheit
Ein Bankkunde ist bereit etwa zwei Euro für die Bequemlichkeit zu bezahlen, dass er keinen anderen Automaten suchen muss. Im Vergleich zu den Kontoführungsgebühren vieler Banken, kommt da schon einiges zusammen. So sollte man darauf achten, dass man beim Abschluss eines kostenlosen Kontos auch darauf achtet, wie gut das Automatennetz der Bank ist, bzw. in welchen Kooperationen sich Automaten anderer Banken nutzen lassen. Denn sonst gibt man an anderer Stelle aus, was man zuvor eingespart hatte. Zunächst darf man nun gespannt sein, auf welche Regelung sich die Banken einigen können.
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